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Pflege

compass: Unabhängige Pflegeberatung

Für Privatversicherte und ihre Angehörigen ist die compass Pflegeberatung GmbH der zentrale Ansprechpartner. Das Angebot umfasst eine unabhängige und kostenfreie Beratung zu allen Fragen rund um die Pflegebedürftigkeit. Die Beratung kann telefonisch oder im Rahmen eines Hausbesuchs in Anspruch genommen werden, um die pflegerische Versorgung zu koordinieren.

Zentrale, bundesweite Tel-Nr.: 0800 101 88 00

Ihr Pflegestützpunkt: Unterstützung im Pflegealltag

Wenn ein Pflegefall eintritt oder die Betreuung zu Hause schwieriger wird, stehen Betroffene und Angehörige oft vor vielen Fragen. In dieser Situation ist es gut, jemanden an der Seite zu haben, der den Überblick behält.

Die regionalen Pflegestützpunkte bieten gesetzlich Versicherten eine kostenlose, neutrale und umfassende Beratung rund um das Thema Pflege. Das Team unterstützt Sie dabei, die richtigen Leistungen zu beantragen, die Versorgung zu organisieren und den Alltag so zu gestalten, dass er für alle Beteiligten leistbar bleibt. 

Ab wann sollte man sich mit dem Thema "Leben im Alter" beschäftigen?

Am besten früher als gedacht – in guten Zeiten. Wer rechtzeitig über Wohnen, Unterstützung und Finanzen nachdenkt, bleibt länger selbstbestimmt, entlastet Angehörige und hat mehr Auswahl. Sie sollten sich spätestens damit befassen, wenn erste Veränderungen in Ihrem Alltag auftreten oder ein größerer Lebenswechsel (z.B. Renteneintritt, größere OP) ansteht.

Hilfe sichern, bevor der Pflegegrad feststeht

Ein plötzlicher Sturz oder eine schwere Krankheit verändern alles – und das sofort. Doch bis der offizielle Pflegegrad-Bescheid eintrifft, vergehen oft Wochen. Erfahren Sie, welche Leistungen Sie schon jetzt beantragen können und wie Sie die Zeit bis zur Begutachtung sicher überbrücken.

Soforthilfe über die Krankenkasse (unabhängig vom Pflegegrad)

Wenn Sie nur vorübergehend Unterstützung brauchen (z. B. nach einer Operation, Unfall), ist die Krankenkasse Ihre erste Anlaufstelle:

Digitaler Nachlass & Online Konten

E-Mails, Verträge und soziale Medien: Fast jeder von uns besitzt heute zahlreiche Online-Konten. Doch was passiert mit diesen Daten später? Für Ihre Angehörigen ist es eine große Erleichterung, wenn Sie Ihren digitalen Nachlass frühzeitig regeln. Dieser Überblick unterstützt Sie dabei, Ihre Zugänge strukturiert zu erfassen und festzulegen, wer diese in Ihrem Sinne verwalten darf.

Selbstbestimmt zu Hause leben

Das eigene Zuhause ist weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Stück Lebensqualität, gefüllt mit wertvollen Erinnerungen und der Sicherheit der gewohnten Umgebung. Oft braucht es keine großen Umbauten, sondern kluge Anpassungen und die richtige Unterstützung im passenden Moment, um Eigenständigkeit zu bewahren.

Sie bleiben mit Ihren Fragen nicht allein

Vielleicht beschäftigen Sie sich gerade mit Themen wie diesen:

Schritt-für-Schritt Plan

Basis sichern

Pflegegrad beantragen bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Person (kurz formlos, dann Formular)

Beratungstermin im Pflegestützpunkt vereinbaren (neutral, kostenlos)

☐ (Kurzfristige) Auszeit im Job klären (Arbeitgeber informieren; Lohnersatz/Abwesenheit im Akutfall prüfen)

Familie & Bekannte einbinden: Wer kann jetzt was übernehmen (Einkauf, Fahrten, Begleitung)?

Wie kann ich möglichst lange in meiner vertrauten Umgebung bleiben?

Das eigene Zuhause ist weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Stück Lebensqualität, gefüllt mit wertvollen Erinnerungen und der Sicherheit der gewohnten Umgebung. Oft braucht es keine großen Umbauten, sondern kluge Anpassungen und die richtige Unterstützung im passenden Moment, um Eigenständigkeit zu bewahren.

Sie bleiben mit Ihren Fragen nicht allein

Vielleicht beschäftigen Sie sich gerade mit Themen wie diesen:

"Wie kann ich mit Schuldgefühlen umgehen, wenn ich die Pflege abgebe?“

Antwort

Schuldgefühle sind normal. Pflege abzugeben heißt nicht aufgeben – es heißt, für Sicherheit und gute Versorgung zu sorgen. Ihr Anteil bleibt wertvoll: Nähe, Entscheidungen mittragen, da sein und wertvolle Momente bieten.

Was hilft jetzt:

  1. Realitätscheck: Was ist fachlich nötig (z. B. nächtliche Betreuung, Behandlungspflege)? Wenn professionelle Unterstützung nötig ist, bedeutet Hilfe zu holen, Verantwortung zu übernehmen.
  2. Anders betrachten: Nicht „Ich gebe ab“, sondern „Ich organisiere gute Pflege“. Das ist aktiv und fürsorglich.
  3. Mitwirken planen: Feste Kontaktfenster (Besuchs-/Telefonzeiten) planen, kleine Rituale etablieren (Fotoalbum gemeinsam betrachten, Musik-Momente (Lieblingslieder singen oder hören), kleine Spaziergänge etc.). Beteiligung statt Alles-oder-Nichts.
  4. Grenzen anerkennen: Niemand kann rund um die Uhr alles leisten. Selbstfürsorge schützt auch die gepflegte Person.
  5. Drüber sprechen: Mit Fachleuten, wie dem Pflegestützpunkt oder der Hausarztpraxis/Sozialdienst. Mit Freunden und Familie offen sprechen oder Selbsthilfegruppen (Angehörigengruppen) aufsuchen.
  6. Entscheidung notieren: Kurz aufschreiben, warum dieser Schritt richtig ist. Für Momente, in denen Zweifel kommen.

Merksatz: So bleiben Sie verbunden, ohne alles allein tragen zu müssen und Profis können parallel verlässlich arbeiten.